Heilpraktiker Ausbildung im Überblick

Heilpraktiker Ausbildung Heilpraktiker werden

Inhaltsverzeichnis

Der Gedanke schwirrt schon länger in deinem Kopf herum: „Ich möchte Heilpraktiker werden“. Vielleicht hast du auch schon mal gegoogelt, wie man überhaupt Heilpraktiker wird. Studium, Schule oder Ausbildungsberuf? Vermutlich bist du dabei auf zig Seiten gestoßen, die eine Heilpraktiker Ausbildung anbieten. Aber so richtig schlau geworden bist du daraus noch nicht. 

Kein Problem – jetzt bist du hier. Wenn du diesen Artikel gelesen hast, wirst du definitiv wissen, wie man Heilpraktiker wird und was es mit dieser Heilpraktiker Ausbildung so auf sich hat. Versprochen!

Heilpraktiker – Was ist das eigentlich?

Aber lass uns mal für ein besseres Verständnis ganz vorne anfangen. Was ist denn eigentlich ein Heilpraktiker? Heilpraktiker sind neben Ärzten und approbierten Psychotherapeuten die einzige Berufsgruppe, die die Heilkunde ausüben dürfen. 

Heilkunde bedeutet (Achtung Paragraphen-Deutsch) “die Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden bei Menschen”. Heißt übersetzt einfach, dass du als HeilpraktikerIn Menschen mit körperlichen oder psychischen Erkrankungen diagnostizieren und behandeln darfst. Im Gegensatz zum Arzt unterliegst du hier aber ein paar Einschränkungen.

Was darf ein Heilpraktiker nicht?

Du darfst als Heilpraktiker zum Beispiel keine verschreibungspflichtigen Arzneimittel verschreiben und keine Zahnheilkunde ausüben. Auch die Behandlung einiger Infektionskrankheiten ist der Ärzteschaft überlassen. 

Plus: Du bist verpflichtet, nur das zu behandeln, was du auch behandeln kannst. Das Stichwort lautet hier: Sorgfaltspflicht. Eine ganz schöne Verantwortung, oder? Und genau deshalb ist eine gute Heilpraktiker Ausbildung wichtig. Wenn sie auch überraschenderweise nicht verpflichtend ist.

Keine Pflicht zur Heilpraktikerausbildung?

Nein, tatsächlich musst du keine Heilpraktiker Ausbildung absolvieren, um Heilpraktiker zu werden. Die Berufsbezeichnung Heilpraktiker wird dir aber nur dann verliehen, wenn du die Heilpraktiker Prüfung beim Gesundheitsamt erfolgreich bestanden hast. Es handelt sich hierbei um eine schriftliche und eine mündliche Prüfung, in der vom Amtsarzt und seinen Beisitzern (das sind auch Heilpraktiker) umfassendes medizinisches Wissen abgefragt wird. 

Super, denkst du jetzt vielleicht. Dann kann ich mir ja die Heilpraktiker Ausbildung sparen und lerne einfach alleine für diese Prüfung. Wird ja so schwer nicht sein. Halt – keine gute Idee.

Warum du trotzdem eine Heilpraktiker Ausbildung machen solltest

1. Du lernst das Richtige

Wenn wir sagen umfassendes Wissen, dann meinen wir auch umfassendes Wissen. Und ehrlich: Am Anfang kann das ganz schön erschlagen. Was ist denn jetzt überhaupt wichtig? Lerne ich grad zu oberflächlich? Oder buddel ich viel zu tief? Wenn du alleine lernst, besteht die Gefahr, dich zu verzetteln. Dadurch:

  • lernst du entweder viel zu viel und wirst dadurch nie fertig oder
  • lernst du zu oberflächlich und fällst in der Prüfung durch
 

In einer guten Heilpraktiker Ausbildung bekommst du das nötige Wissen quasi auf dem Silbertablett serviert. In genau der richtigen Menge und schmackhaft aufbereitet. Du brauchst nur noch zugreifen.

2. Es erleichtert dir die Prüfung

Noch dazu wird bei vielen Gesundheitsämtern mittlerweile erfragt, wo du deine Heilpraktiker Ausbildung gemacht hast. Ein “habe ich im Selbststudium gelernt” wird hier eher mit Stirnrunzeln hingenommen. Du kannst dich dann auf die ein oder andere zusätzliche Frage und tieferes Nachbohren einstellen.

3. DU kannst nicht alles allein schaffen

Als Heilpraktikerin darfst du auch Infusionen legen oder Spritzen setzen. Du darfst Blut abnehmen und analysieren lassen. Und du musst mit Notfällen umgehen können. Kannst du dir das alles selber beibringen? Vermutlich nicht. Eine umfassende Heilpraktiker Ausbildung hilft dir auch diese, für die spätere Praxisarbeit essenziellen Dinge, sicher anwenden zu können. 

Das solltest du immer im Hinterkopf behalten: Du lernst nicht nur für deine Heilpraktiker Prüfung, sondern auch für deine spätere Praxisarbeit. Und du möchtest ja sicher in deinem späteren Beruf sicher und selbstbewusst auftreten und deinen PatientInnen das Gefühl geben, dass sie bei dir besonders gut aufgehoben sind, oder?

Heilpraktiker Ausbildung – Diese Möglichkeiten gibt es

Dass du eine Heilpraktiker Ausbildung machen solltest, steht also fest. Aber welche Möglichkeiten gibt es denn überhaupt?

Online vs. Vor-Ort vs. Hybrid Ausbildung

Wie eine Heilpraktiker Ausbildung auszusehen hat, ist nicht reglementiert. Das ist Fluch und Segen zugleich. Ein Fluch deshalb, weil es “In nur 2 Monaten zur Prüfung”-Ausbildungen ermöglicht. Kleiner Spoiler: Das funktioniert nicht, spar dir das Geld 😉 Ein Segen deshalb, weil es flexible Ausbildungen ermöglicht. 

So gibt es viele Schulen, die eine Ausbildung vor Ort anbieten. Hier gehst du quasi zur Schule und eignest dir dort das entsprechende Wissen an. Es gibt aber auch die Möglichkeit, die Heilpraktiker Ausbildung online zu absolvieren. Hier findet der Unterricht im virtuellen Klassenraum statt. Der Vorteil ist hier die große Flexibilität und der nicht vorhandene Anfahrtsweg 😉 

In der EIRA Heilpraktiker Ausbildung haben wir das Hybrid-Modell gewählt, allerdings in der flexiblen und modernen Variante. Eine Kombination aus Wissensvideos, Live DeepDive-Sessions zur Vertiefung, Wiederholung und Übung sowie praktische Erfahrungen vor Ort. Denn eine Blutabnahme lässt sich nun mal schlecht über den Laptop lernen. Andere Themen können hingegen wunderbar online unterrichtet werden. Dank moderner Lehrmethoden würden wir behaupten sogar besser als in der ortsansässigen Schule. 

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Inhalte der Heilpraktiker Ausbildung

Aber was lernt man denn überhaupt in so einer Heilpraktiker Ausbildung? Ziel einer guten Heilpraktiker Ausbildung ist es natürlich, dass du deine Heilpraktiker Prüfung bestehst. Genauso wichtig ist es aber, dass du das Wissen nachher auch in deiner Praxis anwenden kannst. In einer umfassenden Heilpraktiker Ausbildung sollten folgende Themen behandelt werden:

  • die allgemeine Krankheitslehre
  • medizinische Fachsprache
  • Zell- und Stoffwechselbasics
  • Dermatologie (Lehre von der Haut)
  • Endokrinologie (Lehre von den Hormonen)
  • Gastroenterologie (Lehre von Magen und Darm)
  • Pankreas, Galle und Leber
  • Urologie (Lehre der harnbildenden und harnableitenden Organe)
  • Bewegungsapparat (Muskeln, Knochen, Gelenke)
  • Hämatologie (Lehre vom Blut)
  • Immunologie (Lehre von der körperlichen Abwehr)
  • Neurologie (Lehre von den Nerven und vom Gehirn)
  • Psychiatrie
  • Pulmonologie (Lehre von den Atmungsorganen)
  • Notfälle
  • Gesetzeskunde
  • Infektionskrankheiten
  • Infusionen und Injektionen
  • Labor

 

Auch die Naturheilkunde findet in einer guten und umfassenden Heilpraktiker Ausbildung ihren Platz. Schließlich möchtest du ja Heilpraktiker werden, weil du von den naturheilkundlichen Möglichkeiten in der Krankheitsbehandlung überzeugt bist, oder?

Umfang Heilpraktiker Ausbildung

Voraussetzungen für die Heilpraktiker Ausbildung

Good News – für die Heilpraktiker Ausbildung musst du keine Voraussetzungen erfüllen. Der Haken: Wenn du die Heilpraktiker Prüfung absolvieren möchtest, gibt es hingegen schon Anforderungen. Du musst:

  • mindestens 25 Jahre alt sein
  • einen Hauptschulabschluss oder einen vergleichbaren Abschluss vorweisen können
  • ein sauberes polizeiliches Führungszeugnis haben
  • physisch und psychisch zur Berufsausübung geeignet sein (attestiert dir ein Arzt)

Wenn du nicht EU-Bürger*in , musst du zudem eine gültige Aufenthaltsgenehmigung vorweisen können.

Was kostet eine Heilpraktiker Ausbildung?

Die Kosten variieren je nach Ausbildungsmodell und Schule. Vollzeit-Ausbildungen in der Schule vor Ort sind (in der Regel) teurer als eine Onlineausbildungen. Auch Fahrt- und Übernachtungskosten zu (zusätzlichen) Seminaren oder Workshops können die Kosten erhöhen. Ebenso wie mögliche Lernmaterialien, die du dir noch anschaffen möchtest. Du möchtest es genauer wissen? Dann lies unbedingt unseren Magazinartikel „Heilpraktiker Ausbildung Kosten – damit musst du rechnen“

Heilpraktiker Ausbildung – Lohnt sich das?

2 Jahre büffeln und dann muss man das auch noch alles selber bezahlen – lohnt sich das überhaupt? Wir lieben den Beruf, also ist unsere Antwort natürlich JA! In wohl kaum einem Beruf kannst du so flexibel arbeiten und deinen Leidenschaften nachgehen. Und finanziell? Auch da hast du als Heilpraktiker super Aussichten. 

3 bis 5 Jahre dauert es, bis sich eine Praxis trägt. Das war das, was uns in unserer Ausbildung immer vermittelt wurde. Ganz ehrlich? Versuchst du nur durch Flyer im Bioladen oder Vorträge beim örtlichen Landfrauenverein Patientinnen zu gewinnen, ist das wohl realistisch. Aber in Zeiten von Onlinemarketing ist es unserer Erfahrung nach deutlich schneller möglich, von einer Heilpraktiker Praxis (gut) zu leben.

Und: Du bist als Heilpraktikerin wahnsinnig flexibel. Immer wieder gibt es auch Festanstellungen für Heilpraktiker, z.B. in einem Gesundheitszentrum oder in einer anderen Praxis. Du kannst im redaktionellen Gesundheitsbereich arbeiten oder als Dozentin… Die Möglichkeiten sind hier wirklich groß und erlauben dir, dein Berufsleben so zu gestalten, wie es am besten zu dir und deinem Leben passt.

Du interessierst dich für unsere Heilpraktiker Ausbildung? Dann vereinbare direkt deinen Termin zu einem kostenlosen Beratungsgespräch mit Thorben von EIRA.

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